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Herzlich willkommen auf der Website des Forschungsprojekts „Energieprojekte im Münsterland: Strategien der Legitimationskommunikation und ihre Wirkung“.

Das Projekt, das an der Universität Münster angesiedelt ist, ist ein kommunikationswissenschaftliches Forschungsvorhaben, das sich der Frage widmet, inwiefern strategische Kommunikation die Zuschreibung von Legitimität für erneuerbare Energieprojekte beeinflusst. Es wird von Mai 2023 bis April 2024 von der Universitätsgesellschaft Münster e. V. gefördert.

Energiekommunikation im Fokus

Die Erzeugung und der Zugang zu erschwinglicher und sauberer Energie ist eines der siebzehn Ziele der Vereinten Nationen (2021) für eine nachhaltige Entwicklung weltweit. Der Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energiequellen wird jedoch nicht nur von technischen, sondern ebenso von gesellschaftspolitischen Fragen begleitet. Auch in Münster und im Münsterland wird die Thematik intensiv diskutiert, z. B. in Bezug auf die Nutzung öffentlicher Flächen für Photovoltaik-Anlagen, von Geothermie oder aber hinsichtlich der Kopplung von erneuerbarem Strom und Wärme.

Öffentliche Diskussionen über Infrastrukturprojekte zur erneuerbaren Erzeugung oder Übertragung von Energie (z. B. in Form von Biogas-, Solar- oder Fernwärmeanlagen oder Stromtrassen) – im Folgenden als Energieprojekte bezeichnet – gehören dabei zu den intensivsten (Bräuer, 2017; Schweizer et al., 2016). Sie sind häufig z. B. gekennzeichnet von Konflikten um die wahrgenommenen Risiken einer Technologie, vom „Not in my backyard“-Phänomen, von Interessenkonflikten unter Projekt- und Entscheidungsträger*innen und einer umfangreichen Berichterstattung in Medien.

Design und Herangehensweise

Das Forschungsprojekt untersucht deshalb, wie beteiligte Organisationen zu Energieprojekten mit dem Ziel der Legitimierung kommunizieren, wie diese Kommunikation wahrgenommen wird und welche Erwartungen an die Kommunikation gerichtet werden. Zur Beantwortung dieser Fragen liegt dem Projekt ein Mixed-Method-Design zugrunde. Zwei empirische Teilstudien bauen dabei aufeinander auf: Mittels einer Inhaltsanalyse wird untersucht, wie Projekt- und Entscheidungsträger:innen zu Energierprojekten kommunizieren. Anschließend wird die Q-Methode eingesetzt, um die Wahrnehmungen betroffener und interessierter Bürger:innen zu erfassen.

Wissenstransfer

Ziel ist, mit dem Vorhaben einen wissenschaftlichen Beitrag zum Diskurs um Energieprojekte in Forschung und Lehre sowie für Projekt- und Entscheidungsträger*innen und die Gesellschaft und Bevölkerung in Münster und im Münsterland zu leisten. Dazu sollen die Projektergebnisse u. a. in Fachmedien und auf wissenschaftlichen Tagungen sowie in journalistischen Medien vorgestellt werden. Auf dieser Webseite werden begleitend aktuelle Erkenntnisse, z. B. für die Anwendung in Forschung und Lehre oder in der Kommunikationspraxis vorgestellt.

Wenn Sie nun neugierig geworden sind, laden wir Sie ein, unsere Website zu erkunden, um mehr über unser Projekt, unser Team und unsere Forschung zu erfahren. Wir danken Ihnen für Ihr Interesse an unserem Forschungsprojekt!